Aus dem Garten eingekocht: Paradeisersugo und Feigenmarmelade

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(Enthält Unbezahlte Werbung) Eigentlich wollte ich an der Reportage über einen faszinierenden burgenländischen Bio-Produzenten schreiben, doch ist unsere Gartenernte in diesen Septembertagen eine so reichliche gewesen, dass es zunächst hieß, diese zu verarbeiten!

Am vergangenen Samstag staunten wir nicht schlecht darüber, dass uns der pannonisch-persische Garten noch einmal so reichlich beschenkte. Unsere Tomatenpflanzen, also Paradeiserpflanzen, wie man in Österreich und insbesondere im Burgenland sagt, sahen zwar struppig und bereits herbstlich gefärbt aus, jedoch erwartete uns noch eine Menge reifer Ochsenherzen! Und jene Feigen, die den klingenden Namen Ronde de Bordeaux tragen und durch ihre intensive violette Farbe bestechen, mussten auch abgeerntet werden. 

Zusätzlich konnten wir jede Menge frische Kräuter, wie grünes und rotes Basilikum und Petersilie, sowie Chili und die köstlichen verschiedenen Traubensorten, die der Stolz meines Vaters sind, mit nach Wien nehmen.

Daher ging es dann am Sonntag ans Einkochen! Und auch am Montag stand das Haltbarmachen der Ernte noch am Programm. Und dazu verwendete ich Gewürze jenes Bio-Produzenten, den ich am Beginn des Wochenendes in Siegendorf getroffen hatte – Hannes Pinterits, dessen Majoran schon seit vielen Jahren niemals in meiner Küche fehlen darf! Und für die Feigenmarmelade griff ich zum Pannonischen Safran, den ich in Rosenwasser auflöste. 

Und da ich dieser Tage noch viel vorhabe, spare ich mir ausnahmsweise die langen Worte und verrate euch gleich die Rezepte. Und die Reportage über Hannes Pinterits folgt dann in Kürze… !

Paradeisersugo:

Zutaten:

  • Jede Menge Paradeiser! (Wir hatten ein ganzes “Baumarkt-Tragerl” voll mit Ochsenherzen zur Verfügung!)
  • 2 große weiße Zwiebel 
  • Bio-Erdnussöl zum Anrösten der Zwiebel
  • Salz und Pfefferkörner
  • Koriandersamen
  • frische Kräuter wie Basilikum und Petersilie 
  • Getrockneter Majoran 
  • 1/2 – 1 Esslöffel Zucker
  • Saft einer halben Zitrone 

Zunächst die Paradeiser in heißem Wasser einlegen und danach kalt abschrecken, um sie zu schälen. Die geschälten Paradeiser würfeln.

Die Zwiebel klein, aber nicht allzu klein, hacken und im Erdnussöl in einer beschichteten Pfanne goldbraun anrösten. 

In einem großem Gulaschtopf Paradeiserfleisch und -saft sowie die gerösteten Zwiebel mit Salz, Pfefferkörnern und Koriandersamen aufkochen lassen und anschließend die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Das Ganze eine 3/4 Stunde bis Stunde köcheln lassen. Kurz nach dem Reduzieren der Hitze klein gehackte frische Kräuter (eine Handvoll) sowie eine gute Prise Majoran einrühren. Ich habe eine Verschlusskappe des Pinterits-Majorans verwendet. Gegen Ende hin den Zucker gut in der Masse verrühren und ganz am Ende des Kochens den Saft der Zitrone einrühren. In Einmachgläser füllen und abkühlen lassen! 

Und nun zur Feigenmarmelade:

 

Feigenmarmelade

 

Zutaten:

  • 1500 g Feigen (Ronde de Bordeaux)
  • 750 g Gelierzucker (2:1)
  • Wenige Safranfäden, in einer 200ml-Mischung aus Rosenwasser und heißem Wasser (100 ml Rosenwasser, 100 ml heißes Wasser) auflösen
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 gute Prise geriebener Kardamom
  • gehackte Pistazien (ungesalzen!) zum Verzieren

Die Feigen vierteln und wiederum in einen Gulaschtopf (große Töpfe eignen sich einfach am besten zum Einkochen!) legen! Mit der Safran-Rosenwasser-Mischung begießen. Die Masse aufkochen lassen, Kardamom und Zitrone hinzufügen und ein wenig köcheln lassen, sodass die Feigen weich werden und sich das Aroma entfalten kann. In die weiche Masse den Gelierzucker einrühren und erneut aufkochen lassen. Das Ganze ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Gelierprobe nehmen! Die Masse schließlich in Einmachgläser füllen, mit den Pistazien verzieren, die Gläser verschließen und abkühlen lassen. 

Die Gläser sterilisiere ich im vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang bei 160 ° C. Das ist ein Tipp aus einem Buch Veronique Witzigmanns, mit dem ich immer gute Erfahrungen gemacht habe! 

Sowohl Sugo als auch Marmelade im Kühlschrank aufbewahren! 

Guten Appetit!

 

Safran für die Feigenmarmelade

 

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