Moraba-ye albaloo… Vom Obstbaum ins Glas im Nu!

… oder: eine pannonisch-persische Begegnung! 

 

Neben dem oft erwähnten Garten in den Neusiedler Hausgärten, pflegen meine Eltern einen kleinen Obstgarten am Neusiedler Kirchberg, wo einst meine Großeltern Weinreben ausgesetzt hatten. Dieser kleine Weingarten diente, wie so vielen Neusiedler Familien, einem Zuverdienst und wurde viele Jahre später von meinem Vater weiter betrieben. Mangels Fachwissens im Weinbau und auch, weil dies nur eine Freizeitbeschäftigung neben einem Vollzeitjob darstellte, wurde aus den Trauben kein eigener Wein gewonnen, sondern diese wurden weiter verkauft. Irgendwann ließ es sich zeitlich kaum mehr vereinbaren und so ließ man den Weinhang roden. Erst nun in der Pension ist es meinem Vater möglich, seine Liebe zur Natur auszuleben und im einstigen Weingarten gedeihen nun Obstbäume und einige Speisetrauben. 

Die Weichseln aus dem Obstgarten verarbeiteten wir zu einer köstlichen Konfitüre nach persischem Rezept!

Moraba-ye albaloo… diese Konfitüre gilt im Iran als beliebte Spezialität, am ehesten ist sie mit der griechischen Weichselmarmelade oder -konfitüre vergleichbar. Im Iran liebt man “Albaloo”, die Weichsel! Und der süß-säuerliche Geschmack hat wirklich etwas für sich! 

Für jene, die es lieber süß mögen, gibt es eine süßere und für jene, die eine saurere Note bevorzugen, eine weniger süße Variante der Moraba-ye albaloo!

Übrigens eignet sich der Sirup, der bei der Produktion von Moraba-ye albaloo entsteht, hervorragend für antialkoholische Drinks! 

 

Moraba-ye albaloo Variante 1 

Zutaten: 

  • 1 kg Weichseln
  • 1 kg Zucker
  • 1 Zitrone
  • 100 ml Wasser

Die Weichseln waschen, entkernen und in einem Topf (ohne Deckel) unter Beifügen des Zuckers aufkochen lassen. Danach auf mittlere Hitze reduzieren und warten bis sich die Masse verdünnt hat und ein Sirup entstanden ist! 

Moraba-ye albaloo Variante 2

Zutaten:

  • 1 kg Weichseln
  • 500 g Zucker
  • 1/2 Zitrone
  • 100 ml Wasser

Dies ist die Variante für die Freunde des sauren Geschmacks! Die Vorgehensweise beim Kochen ist diesselbe wie in Variante 1.

 

Guten Appetit!

 

 

 

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