Pannonische Butternuss trifft auf persischen Safran

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Rechtzeitig zum verfrühten Herbstauftakt, gibt es eine Suppe vom Butternusskürbis, denn unser pannonischer Garten beschenkt uns auch in diesem anfangs von Frost gezeichnetem Jahr reichlich! Und wie könnte es anders sein, als dass hier auch der Einfluss anderer Kulturen, in diesem Fall und aus besonderem Anlass der Einfluss der persischen Kultur, zum Tragen kommt! 

Wie viele andere engagierte Blogger und Bloggerinnen der österreichischen Food Szene, habe auch ich mit “Steppe und Stadt” beim Austria Food Blog Award eingereicht. Dieser zentrale österreichische Wettbewerb, bei dem natürlich auch Blogger anderer Länder willkommen sind, bietet heuer sprichwörtlich feine “Schmankerl”. So wurde die “afba-Academy” ins Leben gerufen, die tolle Workshops und wunderbare Exkursionen zu Produzenten und Spitzenköchen organisiert. In diesem Rahmen fand Samstag Abend auch in den Räumlichkeiten von “Miele” in Wien die Verkündigung der Shortlist “Backen und Süßes” statt. Natürlich ist jeder, der an so einem Wettbewerb teilnimmt, gespannt auf die Shortlist, die Liste der Nominierten für den Award, und fiebert der Veröffentlichung entgegen. Am Ende der Veranstaltung wurden die weiteren Shortlists für den Verlauf des Abends angekündigt. Auf dem Heimweg vom Eventort allerdings ging mein Handy offline, die Spannung stieg unbeabsichtigt. Als ich schließlich las, dass Steppe und Stadt mit dem pannonisch-persischen Rezept “Khoresh-e fesenjan”, Hühnchen in Granatapfel-Walnuss-Sauce, für die Kategorie “Food Travel” nominiert ist, war ich wirklich gerührt und eine burgenländische Flasche Schaumwein wurde geköpft! 

“pannonia.meets.persia.” ist, wie meine Leser wissen, ein Herzensprojekt, so wie Steppe und Stadt im allgemeinen. Es soll Ausdruck eines Miteinander, eines Dialogs zwischen den Kulturen sein, ein Brückenschlag zwischen dem, was wir “Osten” und dem, was wir “Westen” nennen. Wie ginge das besser, als gemeinsam zu essen?

In diesem Sinne einmal mehr: ein Rezept im Zeichen der Vielfalt:

Den Butternusskürbis aus Eigenanbau habe ich zu einer Suppe, bei der “östliche” Nuancen, wie Kurkuma und Safran, eine Rolle spielen, verarbeitet! Der Chili, der die Verzierung darstellt, stammt ebenso aus dem Neusiedler Garten. Das Rezept ist übrigens vegan, per Zufall. Bin selbst keine Veganerin, es hat sich so ergeben, und ist daher für alle, die an veganer Ernährung interessiert sind, vielleicht zusätzlich spannend.

Safran-Butternusskürbis-Suppe und Lavash-Brot

Und hier das Rezept:

Zutaten:

  • 1 mittelgroßer Butternusskürbis
  • 1 Karotte
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • Kurkuma
  • Safranfäden
  • Mandelmilch
  • Chili gg.falls zum Verzieren

Butternusskürbis in kleine Würfel schneiden, die Schale muss entfernt werden! (Tipp: Bitte unbedingt Einweghandschuhe anziehen, ansonsten werden die Finger so schön gelb wie die Suppe, was aber hier weniger attraktiv ist… )

Die Zwiebel schälen und am besten mit einem Zerkleinerer sehr klein hacken. Ebenso die Karotte schälen und in kleine Scheiben schneiden. 

Einige, wenige Safranfäden in eine helle Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen, sodass man ca. eine 3/4 Cappucino-Tasse Safranwasser erhält. (Bitte auf die Qualität des Safran achten! Sehr guten Safran gibt es meist in persischen Läden oder auch von österreichischen Bio-Anbietern! Schon im Zusammenhang mit einem Safranpudding habe ich einmal davon berichtet, wie wertvoll dieses Gewürz ist und dass es sogar Fälschungen gibt!)

Die Zwiebelstückchen in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl anrösten und 1 Esslöffel Kurkuma hinzufügen. Butternusskürbis- und Karottenwürfel hinzugeben, etwas salzen, und mit dem Safranwasser übergießen. 

Die Mischung aufkochen lassen und mit Pfeffer und etwas mehr Kurkuma versehen. Auf mittlerer Hitze, unter immer wieder Beimengen von etwas Mandelmilch, weiter köcheln lassen, bis sich die Würfel zu einer Masse verwandelt haben. Das Ganze soll nicht zu flüssig, sondern schön cremig sein. Schließlich die etwas abgekühlte Masse in einem Blender, unter wiederum Hinzufügen von Mandelmilch, verrühren. Je nachdem, wie “flüssig” oder wie “fest” man die Suppe haben möchte, kann man eben Mandelmilch und/oder etwas Wasser in den Blender geben.

Die Suppe schmeckt köstlich mit persischem Lavash-Brot als Beilage, ein dünnes Fladenbrot, und einer Platte “Sabzi Khordan”, verschiedenen frischen Kräutern wie Minze und Koriander! 

Guten Appetit! نوش جان

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