Walnuss-Berberitzen-Brot

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Irgendwann habe ich festgestellt, dass in unserer Umgangssprache das Wort „Nuss“ synonym für die Walnuss verwendet wird. Der Nussbaum ist ein Walnussbaum, die Nussschale ist eine Walnussschale, der Nussschnaps ist eigentlich ein Walnusslikör… Wir unterscheiden kaum zwischen Nuss und Walnuss. Aufgefallen ist mir das erst im Vergleich mit anderen Sprachen und als damals mein Mann, der ursprünglich nicht aus Österreich kommt, so definitiv von der Walnuss gesprochen hat, weil er eben jene meinte, nicht etwa die Erdnuss, nicht etwa die Pekanuss, nicht die Macadamianuss, nein, die Walnuss.
Für mich als Burgenländerin war der (Wal)nussbaum bis dahin nichts besonderes. Der Walnussbaum steht am Wegrand, in jedem Weingarten und die Nüsse werden im Herbst meist von den Spaziergängern aufgesammelt. Mein Vater ist so jemand, dessen Jeanstaschen sich während langer Herbstspaziergänge stets mit Walnüssen füllen. Einfach so. Und eigentlich ist unsere gesamte Familie nussbegeistert – zu kalten Abendessen wurden immer Nüsse, Walnüsse natürlich, geknackt und gerade die frischen Nüsse im Herbst waren immer besonders köstlich!
Doch so alltäglich die Nuss oder Walnuss scheinen mag, so sollte man sich ihre Bedeutung, auch für unser Gesundheit ins Bewusstsein rufen: Sie enthält unter anderem eine Menge Omega-3-Fettsäuren, wirkt antioxidativ und kann mehrere wichtige Mineralstoffe aufweisen. Aufgrund dieser Tatsache und weil sie einfach lecker schmeckt, sei der Walnuss auf Steppe und Stadt öfters ein Artikel gegönnt!
Die zweite Zutat für mein Brot, die Berberitze, wird auch wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung, vor allem für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt, geschätzt. Berberitzen werden hierzulande eher als Trockenfrüchte genascht, in der persischen Küche zum Beispiel werden sie in den Reis gemischt, um dessen Geschmack noch um eine feine fruchtig-säuerliche Note zu ergänzen. Und sie sind natürlich kleine Eyecatcher – ihre intensive dunkelrote Farbe wirkt in jeder Speise anregend.
Weitere Zutaten für mein Walnuss-Berberitzen-Brot sind Lein- und Chiasamen, Kräuter der Provence (ich liebe Lavendel!) und Garam Masala, weil auch dieses Gewürz bei uns ein fixer Bestandteil vieler Gerichte ist!

 

  • Zutaten: 
  • 330 ml lauwarmes Wasser
  • 500 g Mehl
  • 15 g Leinsamen
  • 10 g Chiasamen
  • 4 g Kräuter der Provence
  • 1 TL Garam Masala
  • 50 g Walnüsse
  • 10 g Berberitzen
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Honig
  • 1 Päckchen Germ

Mit einer Teigknetmaschine Mehl, Wasser und Germ 10 min. kneten. Erst danach die Kräuter, Samen, das Gewürz, die Walnüsse und die Berberitzen hinzugeben.

45 min. ruhen / gehen lassen.

Anschließend in eine Kastenform füllen und 45 min. bei 180° C backen.

Guten Appetit!

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