Kindheitserinnerungen Reloaded – Topfen-Zwetschken-Knödel

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Und schon wieder inspiriert mich der Austria Food Blog Award zum Kreieren eines Rezepts oder besser zum Erinnern an Kindheitstage! Beim Austria Food Blog Award sind Blogger und Bloggerinnen gefragt, in verschiedenen Kategorien einzureichen, und in einer dieser Kategorien soll es um Rezepte für Kinder und/oder Kindheitserinnerungen gehen. Nun habe ich nachgedacht, welches Rezept dafür in Frage kommen könnte. Pizza oder Pasta, die mir zwar von Freunden als Lieblingsspeisen der Kleinen genannt wurden, kamen für mich nicht unbedingt in Frage, obwohl die selbstgemachte Veggie-Pizza mich auch gereizt hätte. Kindern sollte doch eine Vielfalt an Speisen und Nuancen geboten werden. Außerdem hat jedes Kind einen anderen Geschmack! Ich habe zum Beispiel gerne Salami und Pfefferoni gegessen – heute ist ersteres als Fast-Vegetariererin kaum mehr vorstellbar! Und mein Mann, der ja aus dem Iran kommt, hätte vielleicht für  Salad-e Olivieh, den er als Kind in die Schule mitbekam, oder die persische Kräuter-Nudelsuppe Ash-e reshteh plädiert. Ich habe zumindest an diese beiden Speisen gedacht und mich letztlich für etwas traditionell Österreichisches entschieden: Topfen-Zwetschken-Knödel! In den Sommermonaten, speziell in den Schulferien, wenn auch mein Cousin aus der Stadt ins Burgenland  kam, bereitete meine Großmutter oftmals eine köstliche Suppe und danach Marillen- oder Zwetschkenknödel zu! Wir liebten das! 

Heute werden die Zwetschkenknödel in unserer Familie mit glutenfreiem Mehl gekocht. Hintergrund ist die Zöliakie meiner Mutter. Übrigens: Wer glutenfrei isst und das aufgrund von Zöliakie, der hat keine andere Wahl. Alles Glutenhaltige wäre hochschädlich. Die wunderbare Food Bloggerin und Kochbuchautorin Eva Fischer plädiert hierbei stets für Verständnis! Sie hat selbst auch Zöliakie.

Nachdem die Topfen-Knödel mit glutenfreiem Mehl auch immer ein Hit werden, habe ich das Rezept von meiner Mutter übernommen! 

 

Zwetschkenknödel Nahaufnahme

 

Zutaten:

  • 25o g Topfen
  • 200 g (glutenfreies) Mehl
  • 60 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Geriebene Mandeln, Staubzucker und ausgelöste, rohe Pistazien (am besten aus dem Persischen Laden) zum Bestreuen (eventuell auch Kokosraspeln)
  • Ca. 10-11 Zwetschken in Bio-Qualität 
  • (Für ein Zwetschkenkompott habe ich noch ungefähr 10 Zwetschken zusätzlich verwendet, die ich mit sehr wenig Wasser, Zimt, Nelken, Zucker und Honig aufkochen und dann ca. 15 Min. sehr leicht köcheln habe lassen.)

Topfen, Mehl, Butter, Ei und 1 Prise Salz in einer Rührschüssel verrühren und zu einem Teig kneten. Am besten eine Teigrolle formen, die man dann in Stücke schneiden, zu Knödeln formen und mit den Zwetschken befüllen kann. 

In einer beschichteten Pfanne etwas geriebene Mandeln, Staubzucker und Pistazien leicht anrösten (bis das Fett aus den Mandeln austritt). 

Wasser in einem großen Topf leicht salzen und aufkochen lassen. Die Zwetschkenknödel je nach Größe ca. 10-15 Minuten köcheln lassen.

In der Mandel-Zucker-Pistazien-Mischung wälzen und mit noch etwas Pistazien bestreuen! Mit Zwetschenkompott genießen! 

Guten Appetit der gesamten Familie! 

 

 

 

 

 

 

 

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